Wichtige Begriffe aus Diagnostik, Behandlung und Vorsorge kurz und verständlich erklärt. Nutzen Sie die Suche oder springen Sie direkt zum gewünschten Anfangsbuchstaben. Die altersabhängige Makuladegeneration betrifft die Makula, den Bereich des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte. Typisch sind Veränderungen beim zentralen Sehen, während das äußere Gesichtsfeld meist erhalten bleibt. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Eine Amblyopie wird auch als Schwachsichtigkeit bezeichnet und entsteht meist im Kindesalter. Ein Auge entwickelt dabei trotz grundsätzlich vorhandener Sehfähigkeit keine normale Sehschärfe. Je früher die Ursache erkannt und behandelt wird, desto besser sind in der Regel die Entwicklungsmöglichkeiten des Sehens. Astigmatismus bezeichnet eine Hornhaut- oder Linsenverkrümmung, bei der Lichtstrahlen nicht gleichmäßig auf der Netzhaut gebündelt werden. Dadurch kann das Bild in Nähe und Ferne verzerrt oder unscharf erscheinen. Eine Korrektur ist häufig mit Brille oder Kontaktlinsen möglich. Bei einer Bindehautentzündung ist die Bindehaut des Auges gereizt oder entzündet. Mögliche Ursachen sind unter anderem Infektionen, Allergien oder äußere Reize. Rötung, Brennen oder vermehrter Tränenfluss sollten bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden augenärztlich abgeklärt werden. Blepharitis ist eine Entzündung der Lidränder. Häufig treten gerötete, gereizte oder verklebte Lider sowie ein Fremdkörpergefühl auf. Eine sorgfältige Lidrandpflege kann Bestandteil der Behandlung sein; die genaue Ursache sollte bei länger anhaltenden Beschwerden untersucht werden. Langjährig erhöhte Blutzuckerwerte können feine Blutgefäße der Netzhaut schädigen. Diese Veränderungen werden als diabetische Retinopathie bezeichnet und können zunächst unbemerkt bleiben. Deshalb sind regelmäßige Netzhautkontrollen bei Diabetes besonders wichtig. Bei der Augeninnendruckmessung wird der Druck im Inneren des Auges bestimmt. Die Untersuchung ist ein wichtiger Baustein bei der Beurteilung eines möglichen Glaukomrisikos. Ein einzelner Messwert allein reicht jedoch nicht aus, um einen Grünen Star sicher zu beurteilen. Die Fluoreszenzangiografie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Blutgefäße von Netzhaut und Aderhaut. Nach Gabe eines Farbstoffs werden zeitlich aufeinanderfolgende Aufnahmen erstellt. Das Verfahren kann bei bestimmten Netzhaut- und Makulaerkrankungen wichtige Zusatzinformationen liefern. Der Grüne Star umfasst verschiedene Erkrankungen, bei denen der Sehnerv geschädigt werden kann. Ein erhöhter Augeninnendruck ist ein wichtiger Risikofaktor, aber nicht die einzige mögliche Ursache. Früh erkannte Veränderungen lassen sich häufig besser behandeln und kontrollieren. Beim Grauen Star trübt sich die natürliche Augenlinse zunehmend ein. Betroffene bemerken häufig unschärferes Sehen, stärkere Blendempfindlichkeit oder eine Veränderung der Farbwahrnehmung. Eine Operation kann die getrübte Linse durch eine künstliche Linse ersetzen. Die Hornhaut ist die klare, vordere Begrenzung des Auges und übernimmt einen großen Teil der Lichtbrechung. Ihre Form und Transparenz sind entscheidend für scharfes Sehen. Erkrankungen, Verletzungen oder Unregelmäßigkeiten der Hornhaut können die Sehqualität deutlich beeinflussen. Eine Intraokularlinse ist eine künstliche Linse, die beispielsweise im Rahmen einer Kataraktoperation eingesetzt wird. Sie ersetzt die getrübte natürliche Augenlinse. Je nach medizinischer Situation und individuellen Anforderungen stehen unterschiedliche Linsentypen zur Verfügung. IVOM steht für intravitreale operative Medikamenteneingabe. Dabei wird ein Medikament unter sterilen Bedingungen in den Glaskörperraum des Auges eingebracht. Das Verfahren wird unter anderem bei bestimmten Erkrankungen der Makula und Netzhaut eingesetzt. Beim Keratokonus verändert sich die Form der Hornhaut zunehmend und kann sich kegelförmig vorwölben. Dadurch entstehen unregelmäßige Brechungsfehler und eine schwankende oder abnehmende Sehschärfe. Die Behandlung richtet sich nach Stadium, Verlauf und individuellen Voraussetzungen. Bei Kurzsichtigkeit werden weit entfernte Objekte unscharf wahrgenommen, während nahe Gegenstände meist besser erkennbar sind. Ursache ist häufig ein im Verhältnis zu lang gebautes Auge. Brille oder Kontaktlinsen können den Brechungsfehler ausgleichen. LASIK ist ein Verfahren der refraktiven Chirurgie zur Korrektur bestimmter Fehlsichtigkeiten. Dabei wird die Brechkraft der Hornhaut mit einem Laser gezielt verändert. Ob das Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem von Hornhaut, Sehfehler und individueller Augengesundheit ab. Die Makula liegt im Zentrum der Netzhaut und ermöglicht besonders detailreiches Sehen. In ihrer Mitte befindet sich die Stelle des schärfsten Sehens. Erkrankungen der Makula können deshalb vor allem Lesen, Gesichtserkennung und andere Tätigkeiten mit hohem Detailbedarf beeinträchtigen. Ein Makulaforamen ist eine kleine Öffnung im zentralen Bereich der Netzhaut. Sie kann zu Verzerrtsehen oder einer Abnahme der zentralen Sehschärfe führen. Die Diagnose erfolgt meist mithilfe hochauflösender Netzhautbildgebung, insbesondere der OCT. Die Netzhaut kleidet den hinteren Innenraum des Auges aus und wandelt Lichtreize in elektrische Signale um. Diese werden über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet. Veränderungen der Netzhaut können unterschiedliche Bereiche des Sehens beeinträchtigen. Bei einer Netzhautablösung löst sich die lichtempfindliche Netzhaut von ihrer Unterlage. Plötzlich auftretende Lichtblitze, viele neue schwarze Punkte oder ein Schatten im Gesichtsfeld können Warnzeichen sein. Solche Beschwerden müssen unverzüglich augenärztlich untersucht werden. Die optische Kohärenztomografie, kurz OCT, erstellt hochauflösende Schnittbilder von Netzhaut und Sehnerv. Die Untersuchung erfolgt berührungslos und kann sehr feine Strukturen sichtbar machen. Sie wird unter anderem bei Makulaerkrankungen und zur Glaukomdiagnostik eingesetzt. Mit zunehmendem Alter verliert die natürliche Augenlinse an Elastizität. Dadurch fällt es schwerer, nahe Gegenstände scharfzustellen. Diese natürliche Veränderung wird Alterssichtigkeit genannt und lässt sich beispielsweise mit einer Lesebrille oder Gleitsichtbrille ausgleichen. Der Sehnerv verbindet die Netzhaut mit dem Gehirn und leitet die dort entstehenden visuellen Signale weiter. Erkrankungen wie das Glaukom können den Sehnerv schädigen. Seine Beurteilung gehört daher zu wichtigen augenärztlichen Untersuchungen. Trockene Augen entstehen, wenn der Tränenfilm das Auge nicht ausreichend oder nicht stabil benetzt. Brennen, Fremdkörpergefühl, wechselnde Sehschärfe oder tränende Augen können die Folge sein. Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden. Bei Weitsichtigkeit ist das Auge im Verhältnis zu seiner Brechkraft häufig zu kurz gebaut. Besonders im Nahbereich kann dadurch unscharfes Sehen entstehen. Junge Menschen können einen Teil der Fehlsichtigkeit durch verstärkte Akkommodation ausgleichen.Glossar rund ums Auge
A
AMD / Makuladegeneration
Amblyopie
Astigmatismus
B
Bindehautentzündung
Blepharitis
D
Diabetische Retinopathie
Druckmessung des Auges
F
Fluoreszenzangiografie
G
Glaukom / Grüner Star
Grauer Star / Katarakt
H
Hornhaut
I
Intraokularlinse
IVOM
K
Keratokonus
Kurzsichtigkeit / Myopie
L
LASIK
M
Makula
Makulaforamen
N
Netzhaut / Retina
Netzhautablösung
O
OCT
P
Presbyopie / Alterssichtigkeit
S
Sehnerv
Trockene Augen
W
Weitsichtigkeit / Hyperopie