Makuladegeneration AMD in Ulm: Abklärung, Verlaufskontrolle und Behandlung
Wenn Linien plötzlich verzerrt erscheinen, Buchstaben beim Lesen verschwimmen oder in der Mitte des Sehens ein dunkler Fleck entsteht, sollte die Netzhaut zeitnah augenärztlich untersucht werden. Solche Beschwerden können auf eine altersbedingte Makuladegeneration, kurz AMD, hinweisen.
Im Augenzentrum Ulm untersuchen wir Veränderungen der Makula mit moderner Netzhautdiagnostik. Dabei klären wir, ob eine trockene oder feuchte Makuladegeneration vorliegt, ob eine Behandlung notwendig ist und welche Verlaufskontrollen sinnvoll sind.
Medizinisch geprüft von Dr. med. Oliver Schütte, Facharzt für Augenheilkunde
Stand: 11.07.2026
Telefonische Beratung und Terminvereinbarung: 0731 / 38853072
Standorte: Ulm, Wiblingen und Blaustein
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Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine persönliche augenärztliche Untersuchung.
Wann sollte eine Makuladegeneration abgeklärt werden?
Eine Untersuchung ist besonders wichtig, wenn sich das zentrale Sehen verändert. Typische Warnzeichen sind:
- gerade Linien wirken wellig oder verbogen,
- Buchstaben fehlen beim Lesen oder erscheinen verschwommen,
- Gesichter werden schlechter erkannt,
- in der Mitte des Blickfeldes entsteht ein grauer oder dunkler Fleck,
- ein Auge sieht deutlich schlechter als das andere,
- eine bekannte trockene AMD verschlechtert sich plötzlich.
Vor allem bei einer feuchten Makuladegeneration kann sich das Sehen innerhalb kurzer Zeit verändern. Deshalb sollten neue Verzerrungen oder eine plötzliche Sehverschlechterung nicht abgewartet, sondern augenärztlich beurteilt werden.
Was bedeutet Makuladegeneration?
Die Makula ist der zentrale Bereich der Netzhaut. Sie ermöglicht scharfes Sehen, Lesen, das Erkennen von Gesichtern und andere Sehaufgaben, bei denen feine Details wichtig sind.
Bei einer altersbedingten Makuladegeneration verändert sich dieser Bereich der Netzhaut. Häufig bleibt das äußere Gesichtsfeld erhalten. Betroffene können sich daher oft weiterhin im Raum orientieren, haben aber Schwierigkeiten mit dem zentralen Sehen.
Eine AMD führt in der Regel nicht zu einer vollständigen Erblindung. Sie kann den Alltag dennoch deutlich beeinträchtigen, zum Beispiel beim Lesen, Autofahren, Fernsehen oder Erkennen von Personen.
Trockene und feuchte AMD: Warum die Form entscheidend ist
Bei der trockenen AMD entstehen häufig Ablagerungen unter der Netzhaut, sogenannte Drusen. Diese Form entwickelt sich meist langsam. Viele Patientinnen und Patienten bemerken anfangs keine oder nur geringe Beschwerden. Im Vordergrund stehen regelmäßige Kontrollen, die Beurteilung des Verlaufs und die Beratung zu möglichen Risikofaktoren.
Die feuchte AMD verläuft anders. Hier können sich krankhafte, undichte Gefäße im Bereich der Makula bilden. Dadurch kann Flüssigkeit oder Blut in die Netzhaut gelangen. Das zentrale Sehen kann sich schneller verschlechtern als bei der trockenen Form.
Für die weitere Empfehlung ist deshalb nicht nur entscheidend, ob eine AMD vorliegt, sondern ob Zeichen einer aktiven feuchten Makuladegeneration bestehen.
Netzhautdiagnostik im Augenzentrum Ulm
Die Abklärung beginnt mit einer augenärztlichen Untersuchung der Sehschärfe und des Augenhintergrundes. Häufig wird die Pupille erweitert, damit die Netzhaut besser beurteilt werden kann. Danach dürfen Sie vorübergehend nicht selbst Auto fahren.
Ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik ist die optische Kohärenztomographie, kurz OCT. Diese Untersuchung zeigt die Netzhaut in feinen Schichten. So können Veränderungen der Makula, Flüssigkeitseinlagerungen, Drusen oder Schwellungen sichtbar gemacht werden.
Bei bestimmten Fragestellungen kann zusätzlich eine Fluoreszenzangiographie sinnvoll sein. Dabei werden die Netzhautgefäße mit einem Farbstoff dargestellt. Diese Untersuchung kann helfen, krankhafte Gefäßneubildungen und deren Aktivität genauer einzuschätzen.
Wie entscheiden wir, ob eine Behandlung notwendig ist?
Nach der Untersuchung besprechen wir den Befund verständlich mit Ihnen. Dabei stehen insbesondere drei Fragen im Mittelpunkt:
Liegt eine trockene oder feuchte AMD vor?
Gibt es Flüssigkeit, Blutungen oder andere Aktivitätszeichen in der Makula?
Ist eine Behandlung erforderlich oder reicht zunächst eine Verlaufskontrolle?
Nicht jede Makuladegeneration muss sofort behandelt werden. Bei trockener AMD sind meist Verlaufskontrollen und individuelle Beratung wichtig. Bei feuchter AMD kann eine Behandlung mit Medikamenteneingaben in das Auge erforderlich sein.
IVOM bei feuchter Makuladegeneration
Bei einer feuchten AMD werden häufig sogenannte Anti-VEGF-Medikamente eingesetzt. Diese Medikamente werden im Rahmen einer intravitrealen operativen Medikamenteneingabe, kurz IVOM, in den Glaskörperraum des Auges eingebracht.
Ziel der Behandlung ist es, krankhafte Gefäßneubildungen zu hemmen und Flüssigkeit in der Netzhaut zu reduzieren. Häufig sind mehrere Behandlungen in festgelegten Abständen notwendig. Anschließend wird anhand der Kontrolluntersuchungen entschieden, ob und wann weitere Injektionen sinnvoll sind.
Die Behandlung kann den Verlauf der feuchten AMD häufig stabilisieren oder verlangsamen. Eine Sehverbesserung kann möglich sein, lässt sich aber nicht garantieren. Der individuelle Verlauf hängt unter anderem vom Stadium der Erkrankung, der Dauer der Beschwerden und dem Ansprechen auf die Behandlung ab.
Was können Patientinnen und Patienten selbst beobachten?
Bei bekannter AMD ist es sinnvoll, Veränderungen des Sehens bewusst wahrzunehmen. Prüfen Sie gelegentlich jedes Auge einzeln, zum Beispiel beim Lesen oder mit einem Amsler-Gitter. Achten Sie darauf, ob Linien verzerrt erscheinen, Buchstaben fehlen oder ein dunkler Fleck entsteht.
Eine Selbstkontrolle ersetzt keine augenärztliche Untersuchung. Sie kann aber helfen, neue Veränderungen früher zu bemerken.
Lebensstil, Risikofaktoren und Nahrungsergänzung
Verschiedene Faktoren können bei der AMD eine Rolle spielen, darunter Alter, familiäre Veranlagung, Rauchen, Bluthochdruck und Stoffwechselerkrankungen. Sinnvoll sind daher eine gute Kontrolle allgemeiner Risikofaktoren, der Verzicht auf Rauchen und eine ausgewogene Ernährung.
Nahrungsergänzungsmittel werden bei bestimmten AMD-Stadien diskutiert, sind aber nicht für alle Patientinnen und Patienten geeignet. Ob ein Präparat sinnvoll ist, sollte individuell anhand des Netzhautbefundes besprochen werden. Raucherinnen, Raucher und ehemalige Raucher sollten Präparate mit Beta-Carotin nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.
Alltag mit Makuladegeneration
Eine AMD betrifft vor allem Sehaufgaben, bei denen genaues Erkennen notwendig ist. Viele Betroffene benötigen mehr Licht, größere Schrift, stärkere Kontraste oder technische Unterstützung.
Je nach Befund können vergrößernde Sehhilfen, Bildschirmlesegeräte, Smartphone-Funktionen, Vorlesefunktionen oder spezielle Beleuchtung den Alltag erleichtern. Wenn das zentrale Sehen deutlich eingeschränkt ist, kann eine zusätzliche Beratung zu vergrößernden Sehhilfen oder Sehrehabilitation sinnvoll sein.
Makuladegeneration behandeln und kontrollieren in Ulm, Wiblingen und Blaustein
Das Augenzentrum Ulm betreut Patientinnen und Patienten mit Makuladegeneration aus Ulm, Neu-Ulm, Wiblingen, Blaustein, Senden, Illertissen und der Region.
Unser Ziel ist eine klare medizinische Einordnung: Liegt eine trockene oder feuchte AMD vor? Ist eine Behandlung notwendig? Und welche Kontrollen sind sinnvoll?
Wenn Sie neue Verzerrungen, dunkle Flecken oder eine plötzliche Verschlechterung des Sehens bemerken, vereinbaren Sie bitte zeitnah einen augenärztlichen Termin.
Telefon: 0731 / 38853072

Altersbedingte Makuladegeneration ist eine Erkrankung die nicht heilbar ist. Ein Fortschreiten der AMD kann oft mit Medikamenten zum Stillstand gebracht werden und die verlorene Sehfähigkeit verbessert werden. Ein vollständiges Erblinden ist zum Glück ausgeschlossen.
Häufige Fragen zur Makuladegeneration AMD
Was sind erste Anzeichen einer Makuladegeneration?
Erste Hinweise können verschwommene Buchstaben, verzerrte Linien, schlechteres Erkennen von Gesichtern oder ein grauer beziehungsweise dunkler Fleck in der Mitte des Sehens sein. Solche Veränderungen sollten augenärztlich abgeklärt werden, besonders wenn sie neu auftreten oder sich rasch verschlechtern.
Ist eine Makuladegeneration ein Notfall?
Nicht jede Makuladegeneration ist ein Notfall. Wenn jedoch plötzlich verzerrtes Sehen, ein dunkler Fleck oder eine deutliche Sehverschlechterung auftritt, sollte zeitnah eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. Das gilt besonders bei Verdacht auf eine feuchte AMD, da diese Form schneller fortschreiten kann.
Was ist der Unterschied zwischen trockener und feuchter AMD?
Die trockene AMD entwickelt sich meist langsam. Häufig finden sich Ablagerungen unter der Netzhaut, sogenannte Drusen. Bei der feuchten AMD entstehen krankhafte, undichte Gefäße im Bereich der Makula. Dadurch kann Flüssigkeit oder Blut in die Netzhaut gelangen. Die feuchte Form kann das zentrale Sehen schneller beeinträchtigen und erfordert häufig eine Behandlung.
Wie wird eine Makuladegeneration im Augenzentrum Ulm untersucht?
Zur Abklärung gehören die augenärztliche Untersuchung der Sehschärfe und des Augenhintergrundes. Häufig wird zusätzlich eine OCT-Untersuchung durchgeführt. Dabei wird die Netzhaut in feinen Schichten dargestellt. Bei bestimmten Befunden kann eine Fluoreszenzangiographie sinnvoll sein, um die Netzhautgefäße genauer zu beurteilen.
Was zeigt die OCT-Untersuchung bei AMD?
Die OCT kann Veränderungen der Makula sichtbar machen, zum Beispiel Drusen, Flüssigkeitseinlagerungen oder Schwellungen der Netzhaut. Sie hilft dabei, zwischen trockener und feuchter AMD zu unterscheiden und den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren.
Wie wird eine feuchte Makuladegeneration behandelt?
Bei einer feuchten AMD werden häufig Anti-VEGF-Medikamente eingesetzt. Diese werden im Rahmen einer intravitrealen operativen Medikamenteneingabe, kurz IVOM, in den Glaskörperraum des Auges eingebracht. Ziel ist es, krankhafte Gefäßneubildungen zu hemmen und Flüssigkeit in der Netzhaut zu reduzieren.
Kann sich das Sehen durch eine IVOM-Behandlung wieder verbessern?
Eine IVOM-Behandlung kann den Verlauf einer feuchten AMD häufig stabilisieren oder verlangsamen. Eine Verbesserung des Sehens ist möglich, kann aber nicht garantiert werden. Entscheidend sind unter anderem das Stadium der Erkrankung, die Dauer der Beschwerden und das individuelle Ansprechen auf die Behandlung.
Muss eine trockene AMD behandelt werden?
Bei trockener AMD steht meist die regelmäßige Verlaufskontrolle im Vordergrund. Zusätzlich können Beratung zu Risikofaktoren, Rauchverzicht, Ernährung und gegebenenfalls vergrößernde Sehhilfen sinnvoll sein. Ob Nahrungsergänzungsmittel geeignet sind, sollte individuell anhand des Netzhautbefundes besprochen werden.
Kann man einer Makuladegeneration vorbeugen?
Eine sichere Vorbeugung gibt es nicht. Sinnvoll sind jedoch der Verzicht auf Rauchen, eine gute Kontrolle von Blutdruck und Stoffwechselerkrankungen sowie eine ausgewogene Ernährung. Auch regelmäßige augenärztliche Kontrollen können helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Wie oft sollte eine AMD kontrolliert werden?
Die Kontrollabstände hängen vom Befund und vom Verlauf ab. Bei trockener AMD können regelmäßige Verlaufskontrollen ausreichen. Bei feuchter AMD und während einer Anti-VEGF-Therapie sind häufigere und langfristige Kontrollen Teil des Behandlungskonzeptes.
Kann eine Makuladegeneration zur Erblindung führen?
Eine AMD betrifft vor allem das zentrale Sehen. Das äußere Gesichtsfeld bleibt häufig erhalten, sodass eine vollständige Erblindung in der Regel nicht eintritt. Die Erkrankung kann den Alltag dennoch deutlich beeinträchtigen, zum Beispiel beim Lesen, Autofahren, Fernsehen oder Erkennen von Gesichtern.
Wann sollte ich im Raum Ulm einen Termin vereinbaren?
Wenn Sie neue Verzerrungen, dunkle Flecken, verschwommene Buchstaben oder eine plötzliche Verschlechterung des Sehens bemerken, sollten Sie zeitnah einen augenärztlichen Termin vereinbaren. Das Augenzentrum Ulm betreut Patientinnen und Patienten mit Makuladegeneration aus Ulm, Neu-Ulm, Wiblingen, Blaustein und der Umgebung.
Quellen und weiterführende Informationen
Die medizinischen Informationen auf dieser Seite orientieren sich an aktuellen augenärztlichen Empfehlungen,
Leitlinien und patientenverständlichen Fachinformationen zur altersbedingten Makuladegeneration.
- Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) / Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA): Leitlinie „Altersabhängige Makuladegeneration AMD“
- Retinologische Gesellschaft: Anti-VEGF-Therapie bei der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration
- National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Age-related macular degeneration, Guideline NG82
- American Academy of Ophthalmology: Age-Related Macular Degeneration Preferred Practice Pattern
- National Eye Institute: Age-Related Macular Degeneration
Hinweis: Diese Quellen dienen der fachlichen Orientierung. Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine
persönliche augenärztliche Untersuchung oder Beratung.

