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Trockene Auge

Trockene Auge, Symptome und Ursachen

Trockene Auge – Ursache, zu wenig Tränenflüssigkeit, die entweder zu wenig produziert wird oder zu schnell verdunstet. Ein ausreichender und gleichmäßiger Tränenfilm auf der Oberfläche des Auges ist wichtig, damit die  Augen gesund, angenehm und gut sehen können.

Trockene Auge
Trockene Auge

Quelle: Pharmawiki.ch

Die Symptome trockener Augen sind vielfältig und reichen von jucken, brennen,  rote Augen, Fremdkörpergefühl, Sandgefühl, übermäßigem Augentränen, verschwommen Sehen, Lichtempfindlichkeit bis hin zu Entzündungen der Augen. Zusätzlich zu dem Begriff “Trockene Auge” gehören auch folgende medizinische Begriffe, die zur Beschreibung trockener Augen verwendet werden.

Keratoconjunctivitis sicca:

Dies beschreibt die eingeschränkte Benetzung der Binde- und Hornhaut  mit Tränenflüssigkeit mit Entzündung der Hornhaut.

Von einem dysfunktionellen Tränensyndrom (DED Dry Eye Disease) spricht man, wenn der Tränenfilm eine veränderte Zusammensetzung und Qualität aufweist,  die ebenso wichtig ist wie eine ausreichende Menge.

 

Zu den Risikofaktoren gehören:

– Trockene Raumluft

– zu langes Tragen von Kontaktlinsen

– Rauchen

– Klimaanlagen

– viel PC-Arbeit, konzentriertes Schauen

– höheres Alter

– häufiger auftretend bei Frauen (hormonell bedingt)

– Diabetes

– Medikamentennebenwirkung

– Autoimmunerkrankungen…

 

Und so seltsam es auch klingen mag, wässrige und tränende Augen können auch ein Symptom für ein trockenen Auge sein.

Dies liegt daran, dass Trockenheit auf der Augenoberfläche manchmal die Tränenproduktion  anregt. Diese Flüssigkeit bleibt jedoch nicht lange genug im Auge, um den zugrunde liegenden Zustand des trockenen Auges zu korrigieren.

Zusätzlich zu den genannten Symptomen können trockene Augen Entzündungen und (manchmal dauerhafte) Schäden an der Augenoberfläche verursachen.

Das trockene Auge kann auch Ergebnisse von Augenoperationen beeinflussen, wie z. B. bei der LASIK- und der Kataraktoperation.

Der Tränenfilm ist nicht nur wichtig zur Befeuchtung der Augen, sondern auch um die Augen von Schmutzpartikeln zu befreien,  welcher das Augenlid sanft über die empfindliche  Augenoberfläche gleiten lässt, um dieses ausreichend zu befeuchten.

Ein normaler Tränenfilm besteht aus öligen-, wässrigen- und schleimartigen Komponenten.

Jeder der Komponenten des Tränenfilms dient einem wichtigen Zweck. Beispielsweise verhindert der ölige Anteil, dass der Tränenfilm zu schnell verdunstet und die Schmierung erhöht, während der schleimartige Anteil dabei hilft, die Tränen auf der Augenoberfläche zu verankern und zu verteilen.

Jede Tränenkomponente wird durch verschiedene Drüsen am oder in der Nähe des Auges gebildet:

Die öligen Komponente werden durch die Meibomdrüsen am Rand der Augenlider erzeugt.
Die wässrigen Komponente werden durch die Tränendrüsen erzeugt, die sich hinter der Außenseite der oberen Augenlider befinden.
Die schleimartigen Komponente werden von den Becherzellen in der Bindehaut produziert.

Ein Problem mit einer dieser Quellen für die Tränenproduktion kann zu Träneninstabilität und trockenen Augen führen.

 

Kategorien für trockene Augen

Es gibt verschiedene Kategorien von trockenen Augen, je nachdem, welche Komponente betroffen ist.

Wenn zum Beispiel die Meibomdrüsen nicht genug Öl produzieren oder absondern, kann der Tränenfilm zu schnell verdunsten – ein Zustand, der als “verdunstendes trockenes Auge” bezeichnet wird.

Die zugrunde liegende Erkrankung – die so genannte Dysfunktion der Meibomdrüse – wird heute in vielen Fällen bei trockenen Augen als signifikanter Faktor angesehen.

In anderen Fällen ist die Hauptursache für trockenes Auge das Versagen der Tränendrüsen, genügend wässrige Flüssigkeit zu produzieren, um die Augen ausreichend feucht  zu halten. Dieser Zustand wird als “trockenes Auge mit wässrigem Mangel” bezeichnet.

Der spezifische Typ des trockenen Auges bestimmt häufig die Art der Behandlung. Eine Vorstellung beim Augenarzt ist daher sinnvoll, um die Beschwerden des trockenen Auges zu lindern.

Eine in der heutigen Zeit nicht zu vernachlässigende Ursache ist die vermehrte Computer- und Smartphone-Nutzung. Unsere Augen neigen hierbei zu weniger blinzeln,  was zu einer stärkeren Tränenverdunstung und einem erhöhten Risiko für trockene Augen führt. Diesbezüglich häufen sich die Beschwerden auch schon im Kindes- und Jugendalter.

Ein zu langes und unsachgemäßes Tragen von Kontaktlinsen führt ebenso zu trockenen Augen, welches häufig zu Unverträglichkeit führt.

Einige der verschreibungspflichtigen Medikamente verursachen ebenfalls trockene Augen.

 

Behandlung und Vorbeugung trockene Augen:

Zur Behandlung trockener Augen werden häufig Augentropfen, die sogenannten künstlichen Tränen verordnet, welche den Flüssigkeitsfilm im Auge ausgleichen und somit die Beschwerden lindern sollen.

Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Flüssigkeit, Bewegung an frischer Luft und bewusst häufigem Blinzeln bei konzentrierter Arbeit in der Nähe kann vorbeugen oder in Verbindung mit Augentropfen Beschwerden lindern.

Trockene Auge Februar 11, 2020