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Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) und ihre Behandlungsmöglichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

Die altersabhängige Makuladegeneration  (AMD) und ihre Behandlungsmöglichkeiten

Gutes Sehen ist keine Selbstverständlichkeit. Vor allem im Alter gibt es einige Krankheiten – z. B. die altersabhängige Makuladegeneration (AMD), die das Auge betreffen können.

Durchbrüche bei der Behandlung der Makuladegeneration erwecken die Hoffnung, dass wir eines Tages eine Heilung für diese Krankheit sehen können. Vielversprechende Behandlungen, die unten beschrieben werden, hängen vom Stadium des Fortschreitens der Erkrankung ab.

Behandlung für eine frühe trockene AMD:

Die Behandlung für eine frühe trockene AMD ist im Allgemeinen eine Ernährungstherapie mit einer gesunden Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, um die Zellen der Makula  (Zentrum der Netzhaut) zu unterstützen.

Wenn die AMD weiter fortschreitet, aber noch trocken ist, werden Nahrungsergänzungen  verschrieben, um bestimmte Mengen an Vitaminen und Mineralien zuzusetzen,  die die Pigmente verbessern und die Zellstruktur unterstützen können.

Behandlungen für eine feuchten AMD: Laser-Photokoagulation:

Das Hauptmerkmal der feuchten AMD sind neue Blutgefäße, die in die Makula eingewachsen (choroidale Neovaskularisationen) sind.

Anfangs war die einzige verfügbare Behandlung zum Verschließen von ausgetretenen Blutgefäßen in Verbindung mit feuchter AMD die Verwendung eines Lasers. Die sogenannte  Laser-Photokoagulation. Der  Augenarzt verwendet dafür einen intensiven Lichtstrahl, um kleine Bereiche der Makula zu verbrennen und damit undichte Blutgefäße zu verschließen. Dies kann dazu beitragen einen weiteren Sehverlust zu vermeiden.

 

Auf die Laser-Photokoagulation folgte die photodynamische Therapie (PDT).

Bei der photodynamischen Therapie spritzt der Augenarzt einen lichtempfindlichen Farbstoff über die Armvene ins Blut. Der Wirkstoff verteilt sich anschließend über das Blutsystem im ganzen Körper, vor allem in der Netzhaut. Anschließend aktiviert der Augenarzt  den Farbstoff  mit kaltem Laserlicht zielgerichtet in den Gebieten, in denen die Blutgefäße bereits krankhaft verändert sind. 

Die Gefäße werden dadurch verödet und gesundes Gewebe bleibt verschont. Die Geschwindigkeit des Sehverlustes kann hiermit verlangsamt werden, und ein gewisses Sehvermögen kann erhalten bleiben. Eine Verbesserung der Sehleistung kann hiermit jedoch nicht erreicht werden.

Die photodynamische Therapie wird heute nur noch selten angewandt. So kommt sie nur bei bestimmten Gefäßveränderungen zum Einsatz, von denen ca. 20 % der Patienten mit feuchter AMD betroffen sind.

Bei ausreichenden Anschlussbehandlungen  ist das Ausmaß des Sehverlusts bei laserbehandelten Augen geringer als bei unbehandelten Augen. Dennoch sind diese bestehenden Lasertherapien in ihrer Wirksamkeit begrenzt und können auch zu Narben der Makula und zu zusätzlichem Sehverlust führen.

Augenärztliche Vereinigungen empfehlen den Einsatz der photodynamischen Therapie heute eher erst in zweiter Linie oder als Ergänzung zur Behandlung mit VEGF-Hemmern.

Aufgrund der Einschränkungen der Laserbehandlung suchen Forscher und Ärzte nach Durchbrüchen bei der Behandlung der Makuladegeneration, um das Sehvermögen für einen längeren Zeitraum ohne wiederholten Lasereinsatz zu erhalten. Sie suchen 

auch nach neuen Therapien, die für alle Arten von feuchter AMD wirksam sind.

Behandlungen für die feuchte  AMD: Anti-VEGF-Therapie:

VEGF ist eine Abkürzung für “vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor“. Er übernimmt in unserem Körper zahlreiche wichtige Aufgaben. Unter anderem sorgt er dafür, dass sich unsere Blutgefäße ständig erneuern. 

Bei Patienten, die an einer feuchten AMD leiden, ist der Wachstumsfaktor allerdings überaktiv. Die Folge: Die Blutgefäße wachsen ungehemmt unter und in die Netzhaut.  Außerdem sind sie krankhaft verändert (durchlässig), sodass sich vermehrt Blut und 

Flüssigkeit in der Netzhaut und dabei an der Stelle des schärfsten Sehens sammeln kann. 

Hier setzen die VEGF-Hemmer an: Sie blockieren den Wachstumsfaktor im Auge und versuchen gleichzeitig, seine Arbeitsleistung herunter zu regeln. Dadurch sinkt die Gefahr unerwünschter Gefäßneubildungen  bzw.  von Flüssigkeitsansammlungen im Auge. 

Bereits vorhandene Ödeme können nicht mehr weiter wachsen und trocknen aus. Dadurch lässt sich das Fortschreiten der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration verzögern und das Sehvermögen in einigen Fällen sogar verbessern.

Mit der Einführung der VEGF-Hemmer gibt es seit einiger Zeit Arzneimittel, die gezielt in den Krankheitsfortschritt der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration eingreifen. 

Der Wirkstoff wird direkt über eine intravitreale Injektion ins Auge eingebracht. Durch diese “Augenspritze” wirken die Arzneimittel genau dort, wo sie gebraucht  werden. Vor der Injektion“ erhält der Patient eine örtliche Betäubung (als Tropfen oder Gel), so dass  von der Injektion in der Regel  kaum etwas zu spüren ist. Gegenwärtig ist diese die häufigste und effektivste klinische Behandlung der feuchten, altersbedingten Makuladegeneration.

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) und ihre Behandlungsmöglichkeiten Mai 1, 2019
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