Netzhautablösung Symptome
-Plötzliches Auftreten vieler winziger Flecken. Beim Sehen hin und her schwimmen, wie „Mücken“ vor den Augen (Mouches volantes).
-Das Wahrnehmen von Lichtblitzen in einem oder beiden Augen (Photopsien).
-Verschwommenes Sehen.
-Allmählich eingeschränktes seitliches (peripheres) Sehen, wie ein Vorhang im äußeren Gesichtsfeld.
Arzt unbedingt aufsuchen wenn!
Wenn die oben genannten Anzeichen oder Symptome einer Netzhautablösung festgestellt werden.
Die Netzhautablösung ist ein medizinischer Notfall, bei dem die Sehkraft dauerhaft verloren gehen kann.

Risikofaktoren:
– Altern – Netzhautablösung tritt häufiger bei Menschen über 50 auf
– Vorherige Netzhautablösung an einem Auge
– familiär bedingte Veranlagung
– Hohe Kurzsichtigkeit (Myopie)
– Vorherige Augenoperation, z. B. Katarakt-Operation
– Vorherige schwere Augenverletzung
– Vorherige andere Augenerkrankung oder -störung, Retinoschisis (Netzhautspaltung), Uveitis (Entzündung der Gefäßhaut des Auges), Ausdünnung der peripheren Netzhaut (Gitterdegeneration)
Quelle: wikipedia

Eine Netzhautablösung ist eine ernste Erkrankung des Auges. Die Netzhaut ist eine dünne, sehr empfindliche Schicht im Inneren des Auges. Sie nimmt Licht auf und leitet die Informationen an das Gehirn weiter. So entsteht das Bild, das wir sehen.
Wenn sich die Netzhaut von ihrer Unterlage ablöst, kann sie nicht mehr richtig arbeiten. Das Sehen wird dadurch schlechter. Eine Netzhautablösung ist deshalb ein Notfall und sollte schnell augenärztlich untersucht und behandelt werden. Wird sie nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu einem dauerhaften Verlust der Sehkraft kommen.
Typische Warnzeichen sind plötzlich auftretende Lichtblitze, viele neue Punkte, Schlieren oder „fliegende Mücken“ im Blickfeld. Manche Betroffene sehen einen dunklen Schatten oder bemerken, dass ein Teil des Sichtfeldes fehlt. Es kann sich anfühlen, als würde sich ein Vorhang oder eine Wand vor das Auge schieben. Auch verschwommenes oder verzerrtes Sehen ist möglich.
Wichtig zu wissen: Eine Netzhautablösung verursacht meistens keine Schmerzen. Gerade deshalb warten manche Menschen zu lange ab. Bei plötzlichen Blitzen, vielen neuen Punkten oder einem Schatten im Blickfeld sollte man sofort eine Augenarztpraxis oder eine Augenklinik aufsuchen.
Viele Patientinnen und Patienten fragen sich: Kann das wieder besser werden? Die Antwort hängt davon ab, wie früh die Netzhautablösung erkannt wird und welcher Bereich betroffen ist. Je früher behandelt wird, desto besser sind die Chancen, das Sehvermögen zu erhalten. Besonders wichtig ist, ob die Stelle des schärfsten Sehens, die sogenannte Makula, bereits betroffen ist. Ist sie noch nicht abgelöst, sind die Aussichten meist besser.
Auch die Frage „Werde ich blind?“ beschäftigt viele Betroffene. Eine Netzhautablösung kann unbehandelt tatsächlich zur Erblindung des betroffenen Auges führen. Wird sie jedoch rechtzeitig behandelt, kann die Netzhaut häufig wieder angelegt und das Sehvermögen ganz oder teilweise erhalten werden.
Häufig entsteht eine Netzhautablösung durch ein kleines Loch oder einen Riss in der Netzhaut. Dann kann Flüssigkeit unter die Netzhaut gelangen. Dadurch hebt sich die Netzhaut von der Augenwand ab. In anderen Fällen ziehen feine Narben oder Veränderungen im Auge an der Netzhaut. Auch Entzündungen, Verletzungen oder bestimmte Augenerkrankungen können eine Rolle spielen.
Das Risiko für eine Netzhautablösung ist bei manchen Menschen erhöht. Dazu gehören Menschen mit starker Kurzsichtigkeit, ältere Menschen oder Personen, die schon einmal eine Netzhautablösung hatten. Auch nach Augenoperationen, zum Beispiel nach einer Operation des Grauen Stars, nach Verletzungen am Auge oder bei bestimmten Netzhauterkrankungen kann das Risiko steigen.
Die Behandlung richtet sich danach, wie weit die Netzhautablösung fortgeschritten ist. Kleine Netzhautlöcher oder Risse können manchmal mit Laser oder Kälte behandelt werden, bevor sich die Netzhaut ablöst. Ist die Netzhaut bereits abgelöst, ist meist eine Operation notwendig. Dabei wird die Netzhaut wieder an ihre richtige Position gebracht und stabilisiert.
Nach der Behandlung ist Geduld wichtig. Das Sehen kann sich langsam verbessern, manchmal über Wochen oder Monate. Es kann aber auch sein, dass Einschränkungen bleiben. Das hängt unter anderem davon ab, wie lange die Netzhaut abgelöst war und welche Bereiche betroffen waren.
Für Betroffene ist außerdem wichtig: Nach einer Netzhautablösung sollten Kontrolltermine unbedingt eingehalten werden. Auch das andere Auge sollte regelmäßig untersucht werden, weil dort ebenfalls ein erhöhtes Risiko bestehen kann. Wenn nach der Behandlung erneut Blitze, Schatten, viele neue Punkte oder eine plötzliche Sehverschlechterung auftreten, sollte man sofort wieder ärztliche Hilfe suchen.
Bei Verdacht auf eine Netzhautablösung gilt: Nicht abwarten, nicht selbst behandeln, sondern sofort augenärztlich abklären lassen. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Chancen, das Sehvermögen zu schützen.

