Moderne Makuladiagnostik zur Früherkennung von Netzhauterkrankungen
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Die altersabhängige Makuladegeneration, kurz AMD, ist eine Erkrankung der Makula. Die Makula ist der Bereich der Netzhaut, mit dem wir am schärfsten sehen. Sie ist besonders wichtig für das Lesen, das Erkennen von Gesichtern und das Wahrnehmen feiner Details. Wenn die Makula geschädigt wird, ist deshalb vor allem das zentrale Sehen betroffen. Die Orientierung im Raum bleibt meist erhalten, weil das äußere Gesichtsfeld in der Regel nicht im gleichen Maß beeinträchtigt wird. Wichtig ist: Eine Makuladegeneration führt normalerweise nicht zur vollständigen Erblindung, da das periphere Sehen meist erhalten bleibt.
Die altersabhängige Makuladegeneration tritt vor allem im höheren Lebensalter auf. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, daran zu erkranken. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptformen: die trockene Makuladegenerationund die feuchte Makuladegeneration. Die trockene Form kommt häufiger vor und entwickelt sich meist langsam. Die feuchte Form ist seltener, kann aber deutlich schneller zu einer Verschlechterung des Sehens führen.
Bei der trockenen Makuladegeneration entstehen häufig zunächst sogenannte Drusen. Das sind kleine gelbliche Ablagerungen unter der Netzhaut im Bereich der Makula. In frühen Stadien bemerken Betroffene oft nur geringe oder gar keine Einschränkungen. Im weiteren Verlauf können jedoch Sinneszellen der Netzhaut und die sie versorgenden Zellen geschädigt werden. Dadurch nimmt die Sehschärfe langsam ab. Auch wenn die trockene Form meist langsamer verläuft als die feuchte Form, kann sie das Sehen im Alltag deutlich beeinträchtigen. Außerdem kann eine trockene Makuladegeneration in eine feuchte Form übergehen.
Die feuchte Makuladegeneration entsteht, wenn sich krankhafte neue Blutgefäße unter der Netzhaut bilden. Diese Gefäße sind instabil und undicht. Dadurch können Flüssigkeit oder Blut in die Netzhaut austreten. Es kann zu einer Schwellung der Netzhautmitte kommen, einem sogenannten Makulaödem. Im weiteren Verlauf können Narben entstehen, wodurch Sinneszellen dauerhaft geschädigt werden. Die feuchte Makuladegeneration kann sich im Vergleich zur trockenen Form deutlich schneller verschlechtern. Deshalb ist es besonders wichtig, Veränderungen des Sehens frühzeitig augenärztlich abklären zu lassen.
Typische Beschwerden bei einer Makuladegeneration betreffen vor allem das zentrale Sehen. Viele Patientinnen und Patienten bemerken, dass das Lesen schwieriger wird, Buchstaben verschwimmen oder gerade Linien verzerrt erscheinen. Auch das Erkennen von Gesichtern oder kleinen Details kann zunehmend schwerfallen. Da das äußere Gesichtsfeld meist erhalten bleibt, können sich Betroffene häufig weiterhin im Raum orientieren. Dennoch kann die Erkrankung die Lebensqualität deutlich einschränken, besonders bei Tätigkeiten, die genaues Sehen erfordern.
Zur Diagnose einer Makuladegeneration untersucht der Augenarzt die Netzhaut, meist nach Erweiterung der Pupille. Zusätzlich kommen spezielle Untersuchungen zum Einsatz. Eine wichtige Methode ist die optische Kohärenztomographie, kurz OCT. Dabei wird die Netzhaut schichtweise dargestellt. So kann der Arzt erkennen, ob Flüssigkeit, Schwellungen oder andere Veränderungen im Bereich der Makula vorliegen. Eine weitere Untersuchung ist die Fluoreszenzangiographie. Dabei wird ein Farbstoff in eine Armvene gespritzt, um krankhafte Blutgefäße der Netzhaut sichtbar zu machen. Da für diese Untersuchungen oft die Pupille erweitert wird, dürfen Patientinnen und Patienten anschließend in der Regel nicht selbst Auto fahren.
Die Behandlung hängt davon ab, welche Form der Makuladegeneration vorliegt. Bei der trockenen Form steht meist die regelmäßige Kontrolle im Vordergrund. Ziel ist es, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, insbesondere einen möglichen Übergang in die feuchte Form. Eine vollständige Heilung der altersabhängigen Makuladegeneration ist derzeit nicht möglich. Es gibt jedoch Möglichkeiten, den Verlauf zu beobachten, Risikofaktoren zu reduzieren und bei bestimmten Formen das Fortschreiten zu verlangsamen.
Bei der feuchten Makuladegeneration gibt es heute wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Dabei werden Medikamente direkt in den Glaskörperraum des Auges eingegeben. Diese Behandlung nennt man intravitreale operative Medikamenteneingabe, kurz IVOM. Die Medikamente sollen die krankhafte Gefäßneubildung hemmen und Flüssigkeit in der Netzhaut reduzieren. Dadurch kann der Krankheitsprozess häufig aufgehalten oder verlangsamt werden. In manchen Fällen verbessert sich das Sehen auch wieder etwas. Meist sind mehrere Behandlungen in bestimmten Abständen notwendig, anschließend wird durch Kontrolluntersuchungen entschieden, ob weitere Eingaben erforderlich sind.
Der Ablauf einer IVOM-Behandlung ist in der Regel gut strukturiert. Nach der Untersuchung wird entschieden, ob eine Medikamenteneingabe notwendig ist. Häufig erfolgen zunächst mehrere Behandlungen in einem Abstand von einigen Wochen. Danach wird kontrolliert, ob weiterhin Flüssigkeit in der Netzhaut vorhanden ist oder ob sich der Befund stabilisiert hat. Je nach Ergebnis können weitere Injektionen notwendig sein. Die genaue Häufigkeit hängt vom individuellen Krankheitsverlauf ab.
Auch Nahrungsergänzungsmittel können bei bestimmten Formen der Makuladegeneration eine Rolle spielen. Häufig werden Kombinationen aus Vitaminen, Spurenelementen und Pflanzenstoffen wie Vitamin C, Vitamin E, Zink, Kupfer, Lutein und Zeaxanthin genannt. Solche Präparate sind jedoch nicht für alle Patientinnen und Patienten gleichermaßen sinnvoll. Menschen ohne erkennbare Netzhautveränderungen oder nur mit sehr kleinen einzelnen Drusen profitieren meist nicht davon. Besonders wichtig ist außerdem: Raucherinnen, Raucher und ehemalige Raucher sollten Präparate mit Beta-Carotin nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen, da hier besondere Risiken bestehen können.
Arten der AMD
Grundsätzlich unterscheiden Augenärzte zwei Hauptformen der AMD: die trockene und die feuchte Makuladegeneration.
Die trockene AMD ist die häufigste Form und entwickelt sich meist langsam über viele Jahre hinweg. Viele Betroffene bemerken zunächst nur leichte Veränderungen wie erhöhten Lichtbedarf oder Schwierigkeiten beim Lesen kleiner Schrift. Im weiteren Verlauf verschlechtert sich das zentrale Sehen zunehmend.
Patienten fragen häufig: „Kann die trockene AMD zur feuchten Form werden?“ Ja, das ist möglich. Deshalb sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen besonders wichtig.
Die feuchte AMD tritt seltener auf, verläuft jedoch deutlich aggressiver. Hier wachsen krankhafte Blutgefäße unter die Netzhaut ein. Ohne Behandlung kann sich das Sehvermögen innerhalb kurzer Zeit verschlechtern.
Viele Menschen erschrecken, wenn plötzlich gerade Linien wellig erscheinen oder dunkle Flecken im Sichtfeld auftreten. Diese Symptome können auf eine feuchte AMD hinweisen und sollten sofort augenärztlich abgeklärt werden.
Eine weitere fortgeschrittene Form ist die sogenannte geografische Atrophie. Dabei sterben größere Bereiche der Netzhaut dauerhaft ab. Das zentrale Sehen wird dadurch stark eingeschränkt.
Macht der Lebensstil einen Unterschied?
Forscher haben Verbindungen zwischen AMD und bestimmten Gewohnheiten wie dem Rauchen gefunden. Möglicherweise können Sie ihr AMD-Risiko verringern oder den Fortschritt verlangsamen, indem Sie diese gesunden Entscheidungen treffen:
- Vermeiden Sie das Rauchen.
- Treiben Sie regelmäßig Sport.
- Halten Sie einen normalen Blutdruck und Cholesterinspiegel aufrecht.
- Ernähren Sie sich gesund mit reichlich grünem Blattgemüse und Fisch.
Welche Risikofaktoren gibt es?
- genetische Veranlagung
- Belastung der Augen durch Licht-und UV-Strahlung.
- Bluthochdruck
- Rauchen
- ernährungsbedingte Einflüsse

Symptome der Altersbedingten Makuladegeneration
Die Symptome einer AMD entwickeln sich häufig schleichend. Viele Patienten bemerken anfangs nur kleine Veränderungen und fragen sich, ob dies normale Alterserscheinungen sind.
Typische Beschwerden sind:
- verschwommenes Sehen
- verzerrte Linien
- Schwierigkeiten beim Lesen
- Probleme beim Erkennen von Gesichtern
- dunkle Flecken im zentralen Sichtfeld
- schlechteres Kontrastsehen
- erhöhter Lichtbedarf
Viele Patienten berichten beispielsweise: „Ich kann Gesichter sehen, aber nicht mehr erkennen“ oder „Beim Lesen fehlen plötzlich Buchstaben.“
Gerade Linien erscheinen häufig wellig oder krumm. Dieses Symptom nennt man Metamorphopsie und es tritt besonders häufig bei der feuchten AMD auf.
Viele Betroffene fragen außerdem: „Tut AMD weh?“ Die Antwort lautet nein. Die Erkrankung verursacht normalerweise keine Schmerzen. Gerade deshalb bleibt sie häufig lange unbemerkt.
Im fortgeschrittenen Stadium können Lesen, Autofahren oder Fernsehen deutlich erschwert sein. Das äußere Gesichtsfeld bleibt jedoch meist erhalten, sodass sich viele Patienten weiterhin orientieren können.
Wer ist gefährdet?
Das Alter ist ein wesentlicher Risikofaktor für die AMD. Die Erkrankung tritt am häufigsten nach dem 60. Lebensjahr auf, kann aber auch früher auftreten. Andere Risikofaktoren für AMD sind:
Rauchen – Untersuchungen zeigen, dass Rauchen das AMD-Risiko verdoppelt.
Ethnische Gruppen – AMD tritt häufiger bei Kaukasiern als bei Afroamerikanern oder Hispanics/Latinos auf.
Familiengeschichte und Genetik – Menschen mit einer AMD-Familiengeschichte sind einem höheren Risiko ausgesetzt. Bei der letzten Zählung hatten Forscher fast 20 Gene identifiziert, die das Risiko der Entwicklung von AMD beeinflussen können. Viele weitere genetische Risikofaktoren werden vermutet. Da AMD von so vielen Genen und Umweltfaktoren beeinflusst wird, gibt es derzeit keine Gentests die AMD diagnostizieren oder mit Sicherheit vorhersagen können, wer eine AMD entwickeln wird.
Altersbedingte Makuladegeneration Therapie – Medikamente
Wir bieten intravitreale Injektionen für die feuchte AMD in Ulm unter Verwendung der Arzneimittel namens Ranibizumab (Markenname: Lucentis), Eylea und Avastin an. Diese gehören zu einer Gruppe von Anti-VEGF-Arzneimitteln, die bei regelmäßiger Injektion in das Auge das Wachsen, Auslaufen und Einbluten der anormalen Blutgefäße unter der Netzhaut stoppen können.
Die meisten Menschen mit feuchter AMD müssen diese Injektionen mehrmals im Jahr erhalten. Daher bieten wir den Service in unserer Praxis an. Eine Laserbehandlung ist auchfür AMD verfügbar, in den meisten Fällen jedoch nicht genau so wirksam, wie die Makuladegeneration Behandlung mit den oben genannten Medikamenten.
Für trockene AMD wird derzeit die Behandlung mit bestimmten ( ARED-Studie) empfohlen.
Wie wird AMD erkannt?
Die frühen Stadien sowie die Zwischenstadien der AMD (Altersbedingte Makuladegeneration) beginnen normalerweise ohne Symptome. AMD kann nur durch eine umfassende, erweiterte Augenuntersuchung festgestellt werden. Die Augenuntersuchung kann Folgendes umfassen:
Sehschärfetest — Diese Sehtafel misst, wie gut Sie in Entfernungen sehen.
Erweiterte Augenuntersuchung — Ihr Augenarzt wird Ihre Pupillen erweitern. Dies bietet eine bessere Sicht auf die Rückseite Ihres Auges. Mit einer speziellen Vergrößerungslinse untersucht er Ihre Netzhaut und Ihren Sehnerv auf Anzeichen von AMD und anderen Augenproblemen.
Amsler Gitter — Ihr Augenarzt kann Sie auch dazu auffordern, ein Amsler-Gitter anzuschauen. Änderungen in Ihrer zentralen Sicht können dazu führen, dass die Linien im Raster verschwinden oder gewellt erscheinen – ein Zeichen von AMD.
Fluoreszenzangiographie — Bei diesem Test, der von einem Augenarzt durchgeführt wird, wird ein fluoreszierender Farbstoff in Ihren Arm injiziert. Bilder werden aufgenommen während der Farbstoff durch die Blutgefäße in Ihr Auge läuft. Dies macht es möglich, undichte Blutgefäße zu sehen, die bei einer schweren, schnell
fortschreitenden Art von AMD auftreten (siehe unten). In seltenen Fällen können Komplikationen bei der Injektion auftreten, von Übelkeit bis zu schweren allergischen Reaktionen.
Optische Kohärenztomographie — Sie haben wahrscheinlich von Ultraschall gehört, der Schallwellen verwendet, um Bilder von lebendem Gewebe aufzunehmen. OCT ist ähnlich, verwendet jedoch Lichtwellen und kann sehr hoch auflösende Bilder vom Gewebe erzeugen, die von Licht durchdrungen werden können – beispielsweise
von den Augen. Nach Erweiterung der Pupillen werden Sie aufgefordert, Ihren Kopf auf eine Kinnstütze zu legen und einige Sekunden lang stillzuhalten während die Bilder aufgenommen werden. Der Lichtstrahl ist schmerzlos. Während der Untersuchung sucht Ihr Augenarzt nach Drusen, dies sind gelbe Ablagerungen unter der Netzhaut. Die meisten Menschen entwickeln sehr kleine Drusen als normalen Teil des Alterns. Das Vorhandensein von mittelgroßen bis großen Drusen kann auf AMD hindeuten.
Ein weiteres Zeichen von AMD ist das Auftreten von Pigmentveränderungen unter der Netzhaut. Neben den pigmentierten Zellen in der Iris (dem gefärbten Teil des Auges) befinden sich pigmentierte Zellen auch unter der Netzhaut. Wenn diese Zellen zerfallen und ihr Pigment freisetzen, kann Ihr Augenarzt dunkle Strukturen von
freigesetztem Pigment und später weniger pigmentierte Bereiche sehen. Diese Änderungen wirken sich nicht auf Ihre Augenfarbe aus.
Leben mit AMD im Alltag
Die Diagnose AMD bedeutet für viele Menschen zunächst eine große Verunsicherung. Viele fragen sich, wie ihr Alltag künftig aussehen wird.
Hilfreich können sein:
- Lupen
- Bildschirmlesegeräte
- spezielle Beleuchtung
- große Schriftgrößen
- elektronische Sehhilfen
- Sprachfunktionen auf Smartphone oder Tablet
Viele Patienten profitieren außerdem von Sehbehindertenberatungen oder speziellen Trainingsprogrammen.
Wichtig zu wissen ist: Auch mit AMD können viele Menschen weiterhin ein selbstständiges Leben führen. Moderne Hilfsmittel und Therapien helfen heute dabei, die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Arten der AMD
“Trocken” und “Nass” sind die beiden Haupttypen der altersbedingten Makuladegeneration. Bei der Mehrzahl der Patienten wird die trockene Form diagnostiziert, sie leiden nicht unter dem Verlust ihres zentralen Sehvermögens. Die trockene Form der Makuladegeneration kann jedoch in einigen Fällen zur feuchten Form führen. Nur etwa 10% der Menschen mit AMD entwickeln die feuchte Form.
- Trockenform: Die „trockene“ Makuladegeneration ist durch das Vorhandensein von Drusen (Ansammlungen von gelbem oder weißem Ablagerungsmaterial von extrazellulärem Material) in der Makula gekennzeichnet. Das Vorhandensein einiger kleiner Drusen ist mit zunehmendem Alter normal und kann möglicherweise keine Veränderungen des Sehvermögens einer Person verursachen. Wenn sie jedoch an Größe und Anzahl zunehmen, können sie zu einer Verschlechterung oder Verzerrung des Sehvermögens führen. In der Regel am deutlichsten beim Lesen. In fortgeschrittenen Stadien der trockenen Makuladegeneration findet eine Ausdünnung der lichtempfindlichen Zellschicht in der Makula statt und führt zu Atrophie (Tod des Gewebes). Die atrophische Form der trockenen Makuladegeneration kann eine Person mit blinden Flecken direkt in der Mitte ihres Sehvermögens zurücklassen, und in fortgeschrittenen Stadien können Patienten das zentrale Sehvermögen insgesamt verlieren.
- Nassform: Die „feuchte“ Makuladegeneration ist durch eine choroidale Neovaskularisation gekennzeichnet, das Wachstum abnormaler Blutgefäße aus der Aderhaut unter der Makula. Die Blutgefäße lecken Blut und Flüssigkeit in die Netzhaut, was zu Sehstörungen führt und schließlich zu irreversiblen Schäden und schnellem Sehverlust führt, wenn sie nicht behandelt werden. Es ist bekannt, dass eine feuchte Makuladegeneration gerade Linien wellig erscheinen lässt und blinde Flecken und Verlust des zentralen Sehvermögens verursacht. Die feuchte Form macht nur etwa 10% aller Patienten aus, die an Makuladegeneration leiden.
Die AMD ist eine Erkrankung die nicht heilbar ist. Ein Fortschreiten der AMD kann oft mit Medikamenten zum Stillstand gebracht werden und die verlorene Sehfähigkeit verbessert werden. Ein vollständiges Erblinden ist zum Glück ausgeschlossen.
Makuladegeneration ist eine schwerwiegende Augenerkrankung, die das Sehvermögen beeinträchtigen kann. Es gibt jedoch einige Schritte, die Sie unternehmen können, um das Risiko einer Makuladegeneration zu verringern oder das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen:
– Rauchen Sie nicht. Rauchen erhöht das Risiko einer Makuladegeneration erheblich.
– Essen Sie viel dunkles Blattgemüse. Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen, die häufig dunkles, an Lutein und Zeaxanthin reiches Blattgemüse wie Grünkohl und frischen Spinat essen, ein geringeres Risiko haben, an Makuladegeneration zu erkranken.
– Nehmen Sie täglich ein Multivitaminpräparat ein. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können dazu beitragen, die Entwicklung einer Makuladegeneration zu stoppen oder zu verhindern.
– Bewegen Sie sich täglich mindestens 15 Minuten. Körperlich aktive Menschen haben ein geringeres Risiko für Makuladegeneration.
– Vermeiden Sie Übergewicht. Stark übergewichtige Personen haben ein höheres Risiko für Makuladegeneration.
Es ist wichtig, diese Schritte zu befolgen, insbesondere wenn in Ihrer Familie eine Vorgeschichte von Makuladegeneration auftritt. Wenn Sie weitere Fragen haben oder mehr darüber erfahren möchten, wie Sie das Risiko einer Makuladegeneration verringern können, zögern Sie nicht, mich zu fragen.
Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration
Die spezifische Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration wird von Ihrem Arzt auf der Grundlage folgender Faktoren festgelegt:
Ihr Alter, Ihr allgemeiner Gesundheitszustand und Ihre Krankengeschichte.
Ausmaß und Art der Krankheit.
Ihre Toleranz gegenüber bestimmten Medikamenten, Verfahren oder Therapien bei Sehbehinderung.
Erwartungen an den Krankheitsverlauf.
Ihre Meinung oder Präferenz.
Derzeit gibt es keine Behandlung für die trockene altersbedingte Makuladegeneration, allerdings können Programme zur Sehrehabilitation und Geräte für Sehbehinderte eingesetzt werden, um die Sehfähigkeiten zu verbessern, neue Wege zur Ausübung alltäglicher Aktivitäten zu entwickeln und sich an das Leben mit der altersbedingten Makuladegeneration zu gewöhnen.
Die Hauptbehandlung der feuchten AMD ist die Injektion von Medikamenten, die als Anti-VEGF-Mittel bezeichnet werden. VEGF steht für vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor. Ein hoher VEGF-Spiegel im Auge ist mit der Bildung abnormaler Blutgefäße verbunden, die einen Großteil der Schäden bei feuchter AMD verursachen. Anti-VEGF-Mittel werden eingesetzt, um den Krankheitsprozess zu bekämpfen und die schädlichen Auswirkungen dieser undichten, abnormalen Blutgefäße zu reduzieren. Bei vielen Patienten sind sie zudem in der Lage, das Sehvermögen wirksam zu stabilisieren.
Bei einigen Patienten verbessern Anti-VEGF-Injektionen tatsächlich die Sehschärfe. Anti-VEGF-Medikamente werden durch direkte Injektion in das betroffene Auge verabreicht. Obwohl dies entmutigend klingt, wird der Eingriff mit einer sehr feinen Nadel und unter dem Schutz betäubender (anästhetischer) Augentropfen durchgeführt, sodass sich die Patienten in der Regel sehr wohl fühlen. Die Anti-VEGF-Behandlung wird in der Regel regelmäßig über einen längeren Zeitraum verabreicht und erfordert mehrere Injektionen, um die Behandlungswirkung aufrechtzuerhalten. Ihr Netzhautarzt wird den besten Behandlungsplan für Sie besprechen. Bei ausgewählten Patienten können bei Bedarf auch andere Behandlungen, wie zum Beispiel eine Lasertherapie, zum Einsatz kommen.
Komplikationen der altersbedingten Makuladegeneration
Eine altersbedingte Makuladegeneration kann zu einem schweren Verlust des zentralen Sehvermögens führen, führt jedoch selten zur Erblindung. Es kann jedoch das Lesen, Autofahren oder andere alltägliche Aktivitäten, die eine gute zentrale Sicht erfordern, erschweren. Bei AMD ist die Gesundheit der peripheren Netzhaut nicht beeinträchtigt, sodass Patienten sicher sein können, dass ihr peripheres (seitliches) Sehvermögen und ihre Fähigkeit, herumzulaufen, ohne gegen Dinge zu stoßen, in der Regel erhalten bleiben.
Wenn Sie an einer altersbedingenen Makuladegeneration (AMD) leiden, ist es wichtig, Strategien und Aktivitäten zu finden, die Ihnen helfen, Ihre Lebensqualität zu erhalten und möglicherweise die Progression der Erkrankung zu verlangsamen. Hier sind einige Vorschläge, die Ihnen helfen können, mit AMD umzugehen:
1. Regelmäßige Augenuntersuchungen: Besuchen Sie regelmäßig Ihren Augenarzt, um den Zustand Ihrer Augen zu überwachen und frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
2. Anpassung der Beleuchtung: Verbessern Sie die Beleuchtung in Ihrem Zuhause und Arbeitsbereich. Helle, blendfreie Lichtquellen können helfen, die Sehfähigkeit zu verbessern.
3. Visuelle Hilfsmittel nutzen: Es gibt verschiedene Hilfsmittel wie Vergrößerungsgläser, spezielle Brillen, elektronische Lesegeräte und Sprachausgabe-Software, die beim Lesen und bei anderen Sehaufgaben unterstützen können.
4. Kontrastreiche und große Drucke: Verwenden Sie Bücher, Zeitungen und Etiketten mit kontrastreichem Druck und größerer Schrift, um das Lesen zu erleichtern.
5. Gesunde Ernährung: Eine Ernährung, die reich an grünem Blattgemüse, Omega-3-Fettsäuren (z.B. in Fisch) und anderen Antioxidantien ist, kann die Gesundheit der Augen unterstützen.
6. Rauchen vermeiden: Rauchen ist ein bekannter Risikofaktor für die Entwicklung und Progression von AMD. Das Aufgeben des Rauchens kann Ihr Risiko verringern.
7. Schutz vor UV-Licht: Tragen Sie Sonnenbrillen mit UV-Schutz, um Ihre Augen vor schädlichen Sonnenstrahlen zu schützen.
8. Anpassung der Computernutzung: Verwenden Sie auf Computern und anderen digitalen Geräten Einstellungen, die die Lesbarkeit verbessern, wie die Vergrößerung der Schriftgröße und den Kontrast.
9. Teilnahme an Sehbehinderten-Programmen: Viele Organisationen bieten Schulungen und Ressourcen an, um Menschen mit Sehbehinderungen im täglichen Leben zu unterstützen.
10. Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann die allgemeine Gesundheit fördern und möglicherweise das Risiko einer AMD-Progression verringern.
11. Forschung zu ergänzenden Therapien: Informieren Sie sich über ergänzende Therapien und Nahrungsergänzungsmittel (wie die AREDS2-Formel), die für einige Menschen mit AMD von Nutzen sein können. Diskutieren Sie diese Optionen mit Ihrem Arzt.
12. Anpassung des Wohnraums: Organisieren Sie Ihren Wohnraum, um die Sicherheit und Unabhängigkeit zu maximieren, z.B. durch die Vermeidung von Stolperfallen und die Nutzung von Farbkontrasten zur besseren Orientierung.
13. Community-Unterstützung: Suchen Sie nach lokalen oder Online-Supportgruppen, um Erfahrungen mit anderen Betroffenen auszutauschen und zusätzliche Ressourcen zu finden.
Es ist wichtig, mit Ihrem Augenarzt zusammenzuarbeiten und einen individuellen Plan zu entwickeln, der auf Ihre spezifischen Bedürfnisse und die Schwere Ihrer AMD abgestimmt ist.
Die Makula-Degeneration ist eine Augenkrankheit, die das zentrale Sehen beeinträchtigt und insbesondere bei älteren Menschen häufig auftritt. Sie betrifft die Makula, den zentralen Bereich der Netzhaut, der für das scharfe und detaillierte Sehen verantwortlich ist. Hier sind die wichtigsten Informationen, die du wissen solltest:
Arten der Makula-Degeneration
1. Trockene (atrophische) Makula-Degeneration:
• Häufiger (ca. 85–90 % der Fälle).
• Fortschreitender Verlust von Netzhautzellen durch Ablagerungen (sogenannte Drusen).
• Verläuft langsamer, aber es gibt bisher keine Heilung.
• Frühstadium: Leichter Verlust der Sehschärfe, Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen von Details.
2. Feuchte (exsudative) Makula-Degeneration:
• Weniger häufig, aber schwerer verlaufend.
• Entsteht durch das Wachstum abnormer Blutgefäße unter der Netzhaut, die Flüssigkeit oder Blut austreten lassen.
• Führt ohne Behandlung zu einer schnellen Verschlechterung des zentralen Sehens.
Symptome
• Zentrale Sehverlust: Das Sehen in der Mitte des Sichtfeldes wird verschwommen oder verzerrt.
• Metamorphopsie: Gerade Linien erscheinen wellig oder verzogen.
• Leseschwierigkeiten: Selbst mit Brille wird das Lesen zunehmend erschwert.
• Farben und Kontraste: Diese können verblassen oder schwächer wahrgenommen werden.
• Gesichtsfeld: Der Randbereich bleibt erhalten, was Orientierung ermöglicht.
Risikofaktoren
1. Alter: Hauptursache, besonders ab 60 Jahren.
2. Genetik: Familiäre Vorbelastung erhöht das Risiko.
3. Lebensstil:
• Rauchen verdoppelt das Risiko.
• Unausgewogene Ernährung (wenig Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren) kann schädlich sein.
4. Sonneneinstrahlung: Langjährige UV-Belastung kann die Netzhaut schädigen.
5. Krankheiten: Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht tragen ebenfalls bei.
Diagnose
1. Sehtests: Amsler-Gitter-Test (zur Erkennung von Verzerrungen).
2. Funduskopie: Untersuchung des Augenhintergrunds.
3. Optische Kohärenztomographie (OCT): Schichtaufnahme der Netzhaut, um Flüssigkeitsansammlungen oder Drusen sichtbar zu machen.
4. Fluoreszenzangiographie: Analyse abnormer Blutgefäße mithilfe eines Farbstoffs.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung hängt von der Form der Makula-Degeneration ab:
Trockene Form
• Ernährung: Antioxidantien (Vitamin C, E, Zink, Lutein und Zeaxanthin) können das Fortschreiten verlangsamen.
• Lebensstiländerung: Vermeidung von Rauchen, gesunde Ernährung mit viel grünem Blattgemüse und Fisch.
• Regelmäßige Kontrollen: Frühzeitige Erkennung einer feuchten Form.
Feuchte Form
1. Injektionen (Anti-VEGF-Therapie):
• Medikamente wie Ranibizumab, Aflibercept oder Bevacizumab hemmen das Wachstum neuer Blutgefäße.
• Erfolgreich bei vielen Patienten; regelmäßige Wiederholung erforderlich.
2. Lasertherapie:
• Gezielte Behandlung von abnormen Gefäßen.
• Wird selten angewendet, da sie auch gesundes Gewebe schädigen kann.
3. Photodynamische Therapie (PDT):
• Kombination aus einem lichtaktivierten Medikament und einem kalten Laser.
• Eignet sich für bestimmte Fälle.
4. Operationen:
• Chirurgische Eingriffe sind selten und nur in Spezialfällen notwendig, z. B. bei massiven Blutungen unter der Netzhaut.
Gibt es eine Heilung?
• Trockene Form: Es gibt derzeit keine Heilung. Der Verlauf kann jedoch durch Ernährung und Lebensstil verzögert werden.
• Feuchte Form: Die Anti-VEGF-Therapie kann das Fortschreiten effektiv aufhalten oder sogar eine Verbesserung bewirken, jedoch keine vollständige Heilung.
Alltagstipps für Betroffene
1. Sehhilfen: Lupen, Leselampen und Bildschirmlupen können helfen.
2. Kontrastreiche Texte: Apps und Geräte mit anpassbaren Kontrasten nutzen.
3. Orientierungshilfen: Weißstöcke oder elektronische Sehhilfen.
4. Regelmäßige Augenarztbesuche: Besonders wichtig zur Überwachung.
Forschung und Zukunft
Aktuell wird intensiv geforscht:
• Gentherapie: Ansätze zur Reparatur genetischer Schäden.
• Stammzellen: Ersatz geschädigter Netzhautzellen.
• Neue Medikamente: Weitere VEGF-Hemmer mit längerer Wirkdauer.
Thema: Makulapigment messen
